Am Anfang war der Schlüssel

Von jeher bedurfte es eines Vehikels, um eine verschlossene Türe zu öffnen. In Ermangelung von Schlössern war das zunächst einmal menschliches Wachpersonal. Mit der Erfindung der mechanischen Schlüssel und Schlösser war die Grundlage für den technischen Verschluss gegeben. Eine Technik, die sich in verfeinerter Form bis heute gehalten hat. Einer der Nachteile: Es kann nicht nachvollzogen werden, wer den Schlüssel benutzt hat. Genauso wenig sind differenzierte zeitliche Einschränkungen möglich. In den Anfängen der "Ausweise" setzte die Technik auf bekannte Technologien. Allen voran der Magnetstreifen, der sich übrigens auch bis heute noch gehalten hat. Daneben gab es noch Induktivausweise, Infrarot, Wiegand usw. Allen gemeinsam waren die physikalischen Dimensionen, wie wir sie heute noch von den Scheckkarten kennen.

Die größten Nachteile: entweder berührungsbehaftet, nur in bestimmten Positionen nutzbar, verschleißanfällig oder nur einmalig programmierbar.

Doch der Mensch wäre nicht er selbst, wenn er auch an diesem Thema nicht ständig weiterentwickelt hätte.

Das Ergebnis: Die heute den Markt beherrschenden Transponderausweise

Berührungslos, weitestgehend fälschungssicher, verschleißarm- damit sind die wesentlichen Vorteile umrissen. Die Technik besteht aus einem winzigen Chip, der, zusammen mit einer Antenne, die die Verbindung zur Außenwelt herstellt, in den Plastikkörper des Ausweises eingebettet ist.  Während zum Anfang dieser Technologie nur ein Speicher realisiert wurde, reicht der Speicherumfang der heutigen Transponder bis hin zu mehreren Kilobyte, die in sogenannten Segmenten untergebracht sind. Dieser Aufbau ist durchaus vergleichbar mit einer Festplatte, die auch über unterschiedlich große Dateien verfügt. Da all diese Segmente per Passwort oder Schlüssel voneinander getrennt sind, ist es möglich die unterschiedlichsten Aufgaben damit zu bewältigen. Klassischerweise sind das nach wie vor die Zugangskontrolle und die Zeiterfassung. Aber auch eine elektronische Geldbörse und das Speichern von Offline Zugangsberechtigungen gehören zu den Aufgaben, die mittels moderner Transponder gelöst werden.

Hybridausweise als Übergang von alter zu neuer Technologie

Im Gegensatz zu den ursprünglichen Medien, die teilweise sehr einfach kopiert werden konnten, werden heute komplexe Sicherungsalgorithmen (Trippel DES, AES), die ihren Ursprung in der klassischen IT haben. Neben den "inneren" Werten werden die Ausweise, wie auch aus den Ursprüngen bekannt, mit optischen Informationen versehen. Ob es sich dabei um ein simples Logo mit einer Ausweisnummer handelt oder um komplexe Vierfarbdrucke mit Bild, Namen und anderen Daten des Ausweisinhabers: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Um den Übergang von den alten zu den neuen Technologien zu bewältigen, wurden in den vergangenen Jahren die unterschiedlichsten Hybridausweise gefertigt. So war und ist es einfach möglich, von einem alten System auf ein Neues zu migrieren, ohne die gesamte Technik auszutauschen. Bei zwei Datenträgern ist hier noch nicht das Ende der Möglichkeiten erreicht. Bekannt sind Ausweise, die bis zu 6 Datenträger beinhalten, bunt gemischt aus Transpondertechnologien sowie diversen alten Lösungen wie Magnet, Barcode und Infrarot usw.

Heute haben sich die High End Transponder mit der 13.5 MHZ Technik durchgesetzt. Nur diese garantieren die Realisierung der immer größer werdenden Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Funktionalität und Speichergrößen.