Buchführung über die Anwesenheit mittels eines Meldebuches

Betrieb oder Betriebsteile mit einem erhöhten Gefährdungspotential benötigen besondere Sicherheitsvorschriften. Neben technischen und organisatorischen Vorschriften, die sich daraus ergeben, sticht die Buchführung hinsichtlich der Anwesenheit von Personen innerhalb des Gefahrenbereiches besonders hervor. Mittels des meist händisch geführten Meldebuches wird dokumentiert, wer sich im Gefahrenbereich befindet. Dazu trägt sich jeder beim Betreten in eine Kladde ein und beim Verlassen wieder aus. Im Gefahrenfall gibt diese Kladde Auskunft darüber, wer sich in der Gefahrenzone befindet. Allerdings hat diese Vorgehensweise gravierende Schwächen. Zum Zeitpunkt des Gefahreneintrittes wird die Kladde z.B. der Feuerwehr übergeben und dient als Anhaltspunkt, wer sich noch im Gefahrenbereich befindet. Mehr als ein grober Anhaltspunkt ist das aber nicht, da ab diesem Zeitpunkt nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt Buch geführt wird. Dadurch wird der Wert einer solchen gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahme in Frage gestellt.

Mehrwert durch das elektronischen Meldebuch

Ein "elektronisches Meldebuch" auf Basis von Transponderausweisen leistet an dieser Stelle erheblich mehr. Da ein solches System permanent seine Daten an eine zentrale Stelle meldet, kann auch die Bilanzierung nach Gefahreneintritt aufrechterhalten werden. Ergänzt durch einen entsprechend ausgerüsteten Sammelplatz wird dieses Konzept vervollständigt. Selbst wenn die Menschen ohne eine Buchung durchzuführen den Bereich panikartig verlassen, genügt es am Sammelplatz die Buchung nachzuholen. Der unschätzbare Vorteil ist die weiterlaufende Auskunft, wer sich noch innerhalb der Zone befindet. Dadurch wird eine Informationsqualität ermöglicht, die erheblich besser als die der manuellen Variante ist.

Permanente Aktualisierung am Leitstand

Die wesentlichen Komponenten des Systems sind der Transponderausweis, der in der Regel bereits vorhanden ist, Transponderlesegeräte an allen Ein- und Ausgängen des jeweiligen Gefahrenbereiches und ein Leitstand, an dem die Informationen auflaufen. Im Gegensatz zur Zutrittskontrolle wird an den Lesern keine Berechtigungsprüfung durchgeführt, da hier das Hauptaugenmerk auf der lückenlosen Erfassung aller Personen liegt. Auch dem Datenschutz wird Rechnung getragen, indem im Regelbetrieb nur die Anzahl der Personen, nicht aber die Namen ersichtlich sind. Der Ernstfall, automatisch ausgelöst durch die Anbindung an die Gefahrenmeldezentrale, löst den Alarmfall aus. Sofort erscheint am Leitstand eine Namensliste, die sich permanent aktualisiert und natürlich auch ausgedruckt werden kann. Auf diese Weise erhalten die verantwortlichen Personen einen permanenten Überblick über den Verlauf der Evakuierung und haben damit für notwendige Entscheidungen, die auch wieder ein Gefährdungspotential beinhalten können, eine bessere Entscheidungsgrundlage.